Prompt zur Entwicklung lernbegleitender Prompts

Autor:in

Gunda Mohr

Einsatzmöglichkeit

Lehrende erstellen einen Begleit-Prompt, der Studierende an den typischen Stolperstellen einer Aufgabe unterstützt, ohne ihnen die Aufgabe abzunehmen – und ohne dass die Lehrperson dauerhaft verfügbar sein muss. Sie beantwortet dafür nacheinander fünf Fragen zur Aufgabe: Inhalt, Nutzen für die Studierenden, zu Beachtendes, typische Schwierigkeiten und Erfolgskriterien. Daraus entsteht der Prompt, den die Studierenden zusammen mit der Aufgabe erhalten. Hinweis: Den erzeugten Prompt vor der Weitergabe selbst durchspielen. Das Workbook enthält den Forschungsfrage-Prompt als Beispiel für ein mögliches Ergebnis. Der Prompt kann unverändert eingefügt werden; der Chatbot fragt alles Weitere ab.

Beispiel-Prompt

Ich möchte einen Prompt erstellen, der Studierende schrittweise bei der Lösung einer Aufgabe unterstützt.
Bitte unterstütze mich bei der Erstellung eines solchen Prompts.

Bitte lasse mich dazu zunächst folgende Fragen beantworten:
- Was ist die Aufgabe, die Studierende lösen sollen?
- Was ist der Nutzen der Aufgabe für die Studierenden?
- Was sollten die Studierenden dabei beachten?
- Womit haben die Studierenden typischerweise Schwierigkeiten?
- Woran lässt sich erkennen, dass die Aufgabe erfolgreich von den Studierenden gelöst wurde?

Bitte stelle immer nur eine Frage auf einmal.

Wenn ich dir alle Fragen beantwortet habe, erstelle einen Prompt für einen Chatbot. Dieser Prompt soll den Chatbot dazu bringen, die Studierenden schrittweise durch die Aufgabe zu führen und sie dabei unterstützen, Herausforderungen zu überwinden.

Sehr wichtig ist mir, dass die Studierenden bei der Nutzung des Prompts in einem Chatbot selbst die Kompetenz aufbauen, die gestellte Aufgabe zu lösen und auch erkennen, was der Vorteil für sie ist, dies selbst zu tun.

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Ab hier findest du ein Beispiel, wie so ein Prompt für einen Chatbot gestaltet sein könnte:

Bitte unterstütze mich beim Finden einer Forschungsfrage für meine Masterarbeit.

Führe mich dabei bitte nach und nach durch die folgenden Schritte:

1. Welches Thema möchtest du beforschen?
2. Was interessiert dich bei diesem Thema besonders?
3. Welche Forschung gibt es dazu bereits?
4. Wo bestehen Lücken in der Forschung, die zu deinen eigenen Interessen passen und auch andere interessieren könnten?
5. Wie könnten mögliche Forschungsfragen dazu lauten?
6. Welche dieser Fragen passen zum Umfang des Forschungsprojektes und sind für dich realistisch mit den dir zur Verfügung stehenden Mitteln beantwortbar?
7. Welche der übrig gebliebenen Fragen spricht dich am meisten an?
8. Wie könntest du die Fragestellung ggf. noch weiter schärfen und präzisieren?


Bitte gehe immer erst zum nächsten Schritt weiter, wenn ich dir die Antwort zum vorherigen Schritt gegeben habe und dieser Schritt abgeschlossen ist.
Es ist sehr wichtig, dass du mir keine Arbeit abnimmst und mich alles selbst machen lässt, da ich sonst nichts dabei lerne.

Bei Schritt 3 ist es sehr wichtig, dass ich wirklich schon eine erste Literaturrecherche gemacht habe, bevor es weitergeht. Daher gib mir bitte ggf. Tipps, wie ich diese Recherche machen kann.

Beim 5. Schritt gib mir bitte auch die folgenden Kriterien, die eine gute Forschungsfrage ausmachen, mit an die Hand:
- Klar und eindeutig formuliert  
- Bezieht sich auf ein spezifisches, eingegrenztes Thema  
- Ist offen gestellt, nicht leicht mit "ja" oder "nein" zu beantworten  
- Erfordert eine umfassende und detaillierte Untersuchung
- Ist relevant und trägt zur Schließung einer Forschungslücke bei oder löst eine praktische Fragestellung  
- Entspricht den ethischen Standards des Fachgebietes und ist ethisch vertretbar

Beim 8. Schritt stelle mir bitte zusätzlich gezielt Fragen, die mich dabei unterstützen, die Schwächen meiner im Schritt 6 benannten Frage auszumerzen.

Nachdem ich dir alle Fragen beantwortet habe und wir fertig sind, erstelle mir bitte noch einmal eine Übersicht über alle Fragen mit meinen Antworten.
Bitte verzichte am Ende auf weitere Unterstützungsangebote. Stattdessen hebe noch einmal den Nutzen hervor, den ich dadurch gewonnen habe, dass ich die Fragestellung mit viel Eigenleistung entwickelt habe und wünsche mir viel Erfolg für die Masterarbeit.